Wunschfrei 

Was wäre, wenn wie durch ein „Wunder“ die Möglichkeit besteht, persönliche Wünsche erfüllt zu bekommen? Was passiert dann? Welche Auswirkungen hat das auf das eigene Leben?

 

Ein Mann wird mit dieser Möglichkeit konfrontiert. Er entschließt sich, von dem Angebot Gebrauch zu machen, dass ihm ein „Wunscherfüller“ macht. Schneller, als er es für möglich gehalten hätte, erfüllt sich ein Wunsch nach dem anderen. Zunächst ist er erstaunt, kann es gar nicht glauben. Dann stellt sich Euphorie ein, und schließlich ist er von seinem neuen Leben überfordert. Er möchte seine Wünsche am liebsten zurück nehmen.

 

Der Wunsch, von seinen Wünschen Abstand zu nehmen, wird ihm schließlich gewährt. Gleichzeitig erhält er das Angebot, selbst in der „Wunsch-Branche“ arbeiten zu können. Wird er dieses Angebot annehmen?

Wunschfrei

Erzählung

Arovell Verlag, 2014, 135 Seiten

EUR 14,90

ISBN 978-3902808578

Erhältlich beim Arovell Verlag

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Paul ist Museumswärter ohne Freundin, Aufstiegschancen oder sonst irgendetwas, das sein Leben über das eines Losers hinausheben würde. An seinem vierzigsten Geburtstag findet er einen merkwürdigen Brief in seinem Kasten: Die Stiftung Wunschfrei interessiert sich für ihn und sein Leben! Behäbig und grüblerisch, wie er ist, wartet er eine Weile, ehe er Kontakt aufnimmt. Dann geht alles fix. Und schneller, als ihm lieb sein kann, muss er sich die Frage stellen, ob er statt einem guten Engel einem Mephisto begegnet ist.

Jürgen Heimlich, bekennender Wiener, hat mit der Figur des Paul einen überzeugenden Protagonisten erschaffen. In einer Erzählung zwischen Märchen und Parabel legt er mit österreichischem Charme und deutscher Gründlichkeit den Finger auf den wunden Punkt, ohne dabei zu verletzen. Er liebt die Menschen, und die Schwachen haben es ihm besonders angetan.

Alles in Allem eine unaufgeregte und besinnliche Erzählung, nicht nur über den kleinen unscheinbaren Museumswärter Paul.

 

                                                                 (hagazussa, 02/14)

 

Die Autorenpatenschaft 

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Am 1.12.2011 fand in den Räumlichkeiten einer Buchhandlung im zweiten Wiener Gemeindebezirk eine von einer Autorin initiierte Versteigerung von Autorenpatenschaften statt. Autorinnen und Autoren gestalteten eine Postkarte mit dichterischer Brillanz, und das geschätzte Publikum erhielt die Möglichkeit, zusätzlich zu dieser einmaligen Postkarte ein Buchpaket und dann auch noch einen der anwesenden Autorinnen oder Autoren zu ersteigern. Das lasse man sich bitte erst mal auf der Zunge zergehen! Tatsächlich wurde also der Autor Jürgen (ganz un-)Heimlich ersteigert und erarbeitete mit seinem Paten einen Text, der so knuffig war, dass ich ihn unbedingt herausgeben wollte. Die beiden sparen weder an skurillen Erlebnissen, die sich mit Liebe und Heimlichs Lieblingsthema, dem Tod, befassen, noch an einem derb-wienerischen Abgesang an Paten und Mündel. Heimlich, wie wir ihn mögen: handfest!

 

© Michaela Stadelmann

 

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Blumfeld, ein älterer Arbeitsloser

Franz Kafka hat eine große Anzahl hochinteressanter, komplexer Figuren geschaffen. Einige dieser Figuren werden in die Jetzt-Zeit transformiert, und in dieser neuen „Dimension“ finden sie sich ebenso wenig zurecht wie viele Jahrzehnte zuvor. Ihr Scheitern ist also vorprogrammiert.

 

Wie mögen sich Menschen fühlen, die ihren Job, den Glauben an die Liebe, auch nur den kleinsten Anflug von Selbstvertrauen verloren haben? Diese Erzählungen sind keine leichte Kost. Sie widmen sich den Verlierern der Gesellschaft, jenen, die sonst immer im Schatten stehen. Es muss kein happy end made in Hollywood geben, das die fortwährend Scheiternden letztlich wie durch ein Wunder als Strahlefrauen und Strahlemänner zeigt. Das Leben kann so brutal, melancholisch, traurig und ernüchternd sein, wie es diese Erzählungen darstellen. Oder wie es Ingeborg Bachmann so wunderbar formulierte: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“

Leider nicht mehr lieferbar!

 

 

Die zwei Leben des Sebastian

 

 

Sebastian, immer auf der Suche nach sich selbst, fühlt sich von seiner Umwelt unverstanden, verkriecht sich in die Welt seiner Bücher, die er in großer Anzahl nicht nur zu lesen scheint, sondern sie nahezu "frisst". Er lebt in der Welt dieser Geschichten, die zudem seine Fantasie ins Unermessliche beflügeln und ihn veranlassen, selbst zu schreiben. In dieser Welt ist er lange "gefangen", es fällt ihm schwer der täglichen Realität ins Auge zu schauen. Er fühlt sich in seiner Fähigkeit zum Schreiben erst durch seinen Lehrer Specht bestätigt, der viel zu früh an Leukämie stirbt und Sebastian wieder zurück in sein Maulwurf-Dasein wirft. Seine Mutter verteidigt ihn zunächst, ob seiner Fähigkeit, lässt es jedoch darüber hinaus ihn weiter zu befordern, dabei bewenden.

Der Leser erfährt zum Schluss, dass Mutter und Sohn unterschiedliche Wege, in der Akzeptanz der in ihnen herrschenden Krankheit, gehen. Sebastian sucht den Ausweg in einer Therapie. Seine Mutter erfährt nie, dass sie es ihrem Sohn eigentlich gleich tun sollte.

Sebastian erfährt die Liebe seines Lebens. Er fühlt sich nach der langen Suche zum eigenen "Ich" endlich angekommen und angenommen.

© Astrid Karger

Leider nicht mehr lieferbar!