Wiener Depesche: Sex sells

 

Sind „sex and crime“ eine gute Kombination? Ich habe bei meinen ersten beiden Krimis diesen Spagat versucht. Der letzte Teil der Trilogie verzichtet auf die sexuelle Komponente. Gut, dass Frau Stadelmann sich wohl nobel zurück gehalten hat, das ist sicher die richtige Entscheidung.

 

 


Nach dem letzten Roman erreichte mich eine E-Mail, deren Inhalt ich in Auszügen wiedergebe:

Liebe Alicia, als ich gelesen habe, dass der Roman einen männlichen Protagonisten hat, habe ich mich auf eine Geschichte über Homosexualität gefreut. Leider hat sich mein Wunsch nicht erfüllt. Es wäre klasse, wenn du das Thema auch mal einbringen könntest.

Joau. Warum nicht? Wobei ich nicht sicher bin, was der Leser sich erhofft. „Einfach nur“ eine Geschichte über die Konflikte, die sich daraus ergeben können, dass sich jemand zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt – oder heiße Bettszenen? Beides schien und scheint mir durchaus möglich, wobei ich es vermeiden möchte, Homosexualität nur auf den Sex zu beschränken, wie es in den Medien nach meinem Geschmack zu oft passiert. Tja, und dann auch noch in einem fremden Land …

Herr Heimlich ist eher zwiegespalten, und wir kennen alle die Reaktionen auf Conchita Wurst. Ich denke, da wird sich in den nächsten Jahren eine Menge ändern, hoffentlich zum Positiven, und somit habe ich das Thema angerissen, aber (noch) nicht ausgewalzt. Homosexualität bleibt aber ein Thema, und das nicht nur, um die Verkaufszahlen hochzutreiben.

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