Wiener Depesche: Sprach-Schmankerl, 2. Teil 


Einst hat mich beim Schottentor ein Passant angesprochen, und mich für plemplem erklärt, weil ich in einem Buch gelesen habe. Der Ausdruck „plemplem“ würde sicher gut in den Roman von Frau Stadelmann passen, aber es hat sich leider nicht ergeben. Der Passant hat freilich auch einen anderen Ausdruck benutzt, aber der ist wiederum nicht druckreif. ;-)

 


Der Lerneffekt ist wahnsinnig groß, und vielleicht mag ja jemand nach der Lektüre von Herrn Heimlichs Lektion seine Zuhörer mit ein paar neuen Ausdrücken verblüffen – here we go:

Wie sagt man

    Das wird anstrengend? Jugendliche sagen da schon mal „Das wird heavy“, Erwachsene eher „Des wird hoart!“ oder „Des wird gaunz schee einegehen“.

    Sagt man Trottoir oder Bürgersteig? In Wien / Österreich sagt man wohl eher „Gehsteig“.  Anm.: Fünf Euro verloren, Mist!

    Wie nennt man das Kerngehäuse, das vom Apfel übrig bleibt? Also, meine Generation sagt da wohl „Batzen“, der Ausdruck wird aber nur sehr selten verwendet. Anm.: Ich habe ihn trotzdem genommen. Es klingt einfach zu verlockend.

    Wie heißt der Windbeutel in Österreich und womit ist er gefüllt? Anm.: Achtung, es droht erhöhter Speichelfluss: Brandteigkrapferl, gefüllt mit Erdbeeren und Schlagobers (kein Österreicher sagt „Sahne“ ;-)

    Anm.: Achtung, noch mal die Gefahr erhöhten Speichelflusses: Gibt es einen Vulgärausdruck für „sich übergeben“? Speiben, ist in Wien/Österreich ein sehr beliebter Ausdruck. ;-)

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