Wiener Depesche: Sprach-Schmankerl, 1. Teil 



Wie es Karl Farkas so schön formulierte und für alle Zeiten Gültigkeit haben mag: Was Deutschland und Österreich trennt, ist die gemeinsame Sprache.





Ursprünglich wollte ich auch Dialoge auf „Weanerisch“ einfügen, aber mit Rücksicht auf das allgemeine Sprachempfinden und Herrn Heimlich habe ich mich dann doch nur des Hochdeutschen bedient. Trotzdem wollte ich ein paar Dingen auf den Grund gehen, die nicht alle Eingang in den Roman gefunden haben, aber es gibt ja eine Fortsetzung:

    Gibt es den Ausspruch „Halt dei Pappn“ im Sinne von „Halt den Mund“? „Hoit die Pappn“ ist weniger beliebt als „Hoit die Goschn“. ;-) Anm.: Ihr wisst, womit ihr im Roman rechnen könnt.

Was sagt man statt

    Brand haben – sehr durstig sein? Kommt auch in Österreich/Wien vor! (Anm.: Gott sei Dank!) „I glaub, der Durscht bringt mi um“ ist ein beliebter Song. So mancher Wiener mag diesen Ausdruck hie und da gebrauchen. Ansonsten tatsächlich: „I hob an Brand!“

    Kohldampf haben – sehr hungrig sein? „Zund“ war früher im Gebrauch, sagt aber kaum wer, auch ich nicht. „Gusta“ für den kleinen Hunger, das ist klar ... Anm.: Sagt man bei uns noch „Gusta“? Wenn nicht, fange ich sofort damit an.

    Ich bin nassgeschwitzt: I transpirier (?) Anm.: Es klingt jedenfalls schweißtreibend – ist gebongt!

    Mir doch Wurscht! Das ist ja wienerisch! ;-) Anm.: Ach …

    Reiß dich zusammen! „Jetzt hoit amoi den Raund!“ (hört man aber eher selten ...) Anm.: Leider hat Sandra Schmitt es verlangt, und die sagt so was nicht. Aber ich setze alle meine Hoffnungen auf die Fortsetzung.

    So ein Idiot (zu Deutsch: So ein Spast!) So a Trottel! So a Depp! So a Koffer! Anm.: Wo kommt jetzt bloß die Assoziation zu den Touristen her …?

 

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