Wiener Depesche: Touristengeschwader 

 


„Wiener Blut“ ist diesmal nicht aus der Konserve, sondern purer Lebenssaft. Michaela Stadelmann bestätigt ein Klischee und macht mich damit endgültig zu ihrem Verbündeten:

 

 

 


 

Wer schon mal in Wien war, kennt die „Mozarts“, die Herren, die mit Schleifchen, Rüschchen, Kniebundhosen und Perücke Konzertkarten anbringen wollen. Während wir Touris auf Selfis mit diesen Herren stehen, sehen das die Wiener sie wohl eher kritisch – als ob es vor und nach Mozart nichts gegeben hätte!

Touristen findet man hauptsächlich in der Innenstadt und an den „wichtigen“ Orten (Stephansdom, Hofburg, Museen, Heurige usw.), weshalb man echte Wiener anscheinend nur dort findet, wenn sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen. (Aber das ist in Nürnberg auch so, also können wir den Ball flachhalten …) Weil ich darauf bestanden habe, hat Herr Heimlich mir seine Meinung zu Touristen dargelegt, die ich einfach mal wiedergebe – zum Beherzigen bei der nächsten Wien-Reise: Deutsche Touristen sind oft eher laut und entscheiden sich für das „Übliche“. Im Sinne des „korrekten Deutschen“ rennen sie mit Stadtplänen herum, planen in der Tat die ihnen vorschwebenden Routen und versuchen dies auch umzusetzen. Da sind sie sicher konsequent.

Treffender hätte man das nicht sagen können! Jeder, der sich jetzt empört, schaut bitte vorsichtshalber die Fotos vom letzten Urlaub durch. Außerdem ist es doch praktisch und überaus effizient, wenn man im Ausland sofort erkannt wird: Man kriegt gleich die richtige Speisekarte, ohne sich radebrechend zum Deppen zu machen.

 

Wunderwaldverlag

 

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