9/11

Ich springe nicht auf den Zug auf, und berichte davon, wie ich den 11.9.2001 erlebt bzw. wann und wie ich von den Terroranschlägen erfahren habe. Dieser Tag hat die Welt der Menschen nachträglich verändert. Nur wenig später wurde dem Terror der „Kampf“ angesagt und Kriege angezettelt, die wiederum nur zahlreiche unschuldige Opfer gefordert haben. Nach 9/11 hätte sich vieles anders entwickeln, aus dem Szenario hätte gelernt werden können. Doch stattdessen hat sich die Sachlage verschärft. Terroranschläge könnten mittlerweile fast überall passieren und wozu selbst einzelne Menschen fähig sind, hat Anders Breivik bewiesen. Entscheidend ist, dass jeder Terroranschlag von Menschen geplant und durchgeführt wird. Menschen, die aus welchem Grunde auch immer mit den Gegebenheiten auf dieser Welt nicht zufrieden sind. Das Raubtier Mensch hat einen Unfrieden geschaffen, der unmöglich zu tilgen ist. Die einzige Waffe gegen diesen Wahnsinn ist es, keine Waffen einzusetzen. Unzufriedenheit, Ungleichheit, religiöse Wahnvorstellungen ergeben zusammen genommen ein Pulverfass, das leicht explodieren kann.

 

Wir Menschen sollten endlich aufhören, uns als Herrscher auf diesem einzigartigen Planeten Erde aufzuführen und der Welt unseren Stempel aufzudrücken. Das hat zu zahlreichen Katastrophen geführt. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, die Natur wird nicht geachtet, sondern ausgebeutet. Alles und Jedes bekommt einen Geldwert zugeordnet. Der Planet Erde wird von gedrucktem Papier beherrscht und ausgeblutet. Manchmal passiert es aber auch, dass Menschen ihren Gedanken zum Wahnsinn Ausdruck verleihen. So geschehen mit der Anthologie „Gedanken im Sturm“, an der ich mich seinerzeit beteiligt habe. Eine Anthologie, die einen Kontrapunkt zu den üblichen Debatten gesetzt hat und noch immer setzt. Der Mensch ist nicht nur Raubtier, auch wenn er dies gerne in seiner Gier hervorkehrt. Der Mensch kann sich Gedanken machen, und diese Gedanken können Stürme auslösen, die andere Menschen zum Nachdenken bringen. Damit ist schon viel gewonnen. Katastrophen aller Art zu Medienereignissen zurechtgestutzt und Verschwörungstheorien demaskieren den Menschen zur Witzfigur, die dem Planeten Erde ernsthafte Probleme beschert. Dagegen gilt es Zeichen zu setzen. Denn der Mensch ist mehr als nur ein Raubtier, das seinen eigenen Vorteil sucht. Auch zehn Jahre nach 9/11 gilt es, die Hintergründe dieser Anschläge zu begreifen zu suchen, und nicht nur den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse weiter zu betreiben. Schwarz-Weiß-Malereien haben nie zu einer Lösung von irgendeinem Problem geführt, sondern jedes einzelne Problem nur verschärft.