Post von Valerie Wilson

Nur ganz selten passiert es, dass ich mich nach der Lektüre eines Romans dazu veranlasst sehe, mich direkt an den Autor zu wenden. Genau genommen passiert das so gut wie nie. Aber wie bei allem im Leben gibt es Ausnahmen. Vor einigen Jahren habe ich mich an Valerie Wilson gewandt. Ich schickte ihr eine Mail und bedankte mich für schöne Lesestunden. Zu meiner positiven Überraschung beantwortete Valerie Wilson schon am nächsten Tag meine Mail, und brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass ich sie als Autorin schätze.

 

Nun ja, ich habe mit einigen anderen Autor/innen auch schon korrespondiert, bspw. mit Andreas Eschbach, dem ich sogar schon mal persönlich bei einem Autoren-Seminar begegnet bin. Aber von Valerie Wilson - der Erfinderin von Tamara Hayle, der afroamerikanischen Privatdetektivin - die in die Welt ihrer Brüder und Schwestern eintaucht wie vielleicht keine andere Gegenwartsautorin, Post zu bekommen… Das war schon der Hammer!

 

Es ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, eine noch so kurze Nachricht an eine/n Leser/in der eigenen Werke zu richten. Umso mehr schätze ich dies im Falle der wunderbaren Krimi-Autorin Valerie Wilson. Es sind gerade diese kleinen Aufmerksamkeiten, die das ohnehin ziemlich feste Band zu einem hochgeschätzten Autor um eine Nuance verstärken. Die Romane von Valerie Wilson sprechen für sich und ich beabsichtige gar nicht, darüber große Worte zu machen. Nur soviel: Wer in diese Welt eintaucht, die tatsächlich existiert (und das ist bei jedem Satz spürbar!), der wird mit Tamara Hayle eine Gefährtin haben, der er gespannt über die Schulter schaut.