Fußball und Literatur, Teil 2

 

Ich habe mich in die Höhle des Löwen gewagt und mich mit der Literaturnationalmannschaft in Verbindung gesetzt. Und nun habe ich eventuell eine Option, zumindest für ein Testspiel in Frage zu kommen. Der Kader ist reichlich besetzt, sodass kein konkreter Bedarf an neuen Spielern besteht. Vielleicht wird ja doch mal ein B-Team gegründet, und dann bin ich vorne mit dabei. Jedenfalls freut es mich, dass die kleine Chance besteht, mich ballesterisch zu  bewähren. Literatur und Fußball sind keine Gegensätze und waren es auch nie. Ich werde also am Ball bleiben und sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

 

Angesichts einer an Dramatik kaum zu überbietenden Fußballweltmeisterschaft will ich mich in diesem Kontext zu Wort melden. Die Monopolstellung der FIFA führt dazu, dass ein weltweit Wellen schlagendes Sportereignis diskreditiert wird. Die FIFA kassiert jede Menge Geld, die FIFA bestimmt die Regeln. Somit haben es die Nationalmannschaften von England und Mexiko der FIFA zu verdanken, dass sie eklatant benachteiligt wurden. Hier wäre ein Umdenken unabänderlich. Und zwar nicht im Sinne der Einführung von Videobeweisen oder Torraumkameras, sondern zuallererst die FIFA nicht als Monopolisten schalten und walten zu lassen, wie es den hohen Funktionären beliebt. Das veraltete Regelwerk gehört entstaubt, wogegen sich – warum auch immer – die FIFA-Funktionäre wehren. Die Monopolstellung der FIFA ist definitiv in Frage zu stellen.

 

Fußball wurde nicht von der FIFA erfunden, auch wenn das manche glauben mögen. Fußball ist ein Mannschaftssport mit gewissen Regeln, an die sich die Mitwirkenden zu halten haben. Fußball bietet Menschen Chancen, sich beruflich zu verwirklichen. Und Fußball kann sogar aus der Armut mitten in grenzenlosen Reichtum führen. In erster Linie geht es aber darum, Fußballer nicht als Ware zu betrachten und bei schwächerer Performance einfach dorthin zurück zu schicken, wo sie herkommen. Das passiert mit jeder Menge Fußballern vom afrikanischen Kontinent. Leider geht es auch der FIFA nur um Geld, Geld, Geld und Macht. Das sollten wir alle bedenken, die wir die Fußballweltmeisterschaft mit Spannung verfolgen.