Mitch Albom: Dienstags bei Morrie

 

 

Manchmal trifft einen ein Buch wie ein Hammer, ganz selten aber passiert es, dass ein Buch unheimlich tief in das Innere des Lesers eindringt. Ich hatte über einen Buchkatalog von „Dienstags bei Morrie“ erfahren, und mir das Werk zugelegt.

 

Die Geschichte eines Mannes, dessen Lehrer ihn auf eine Weise positiv beeinflusst hat, die fantastischer gar nicht sein könnte, rührte mich zu Tränen. Das hängt auch damit zusammen, dass ich in meiner Schulzeit einen Lehrer hatte, der mein Leben auf den Kopf stellte. Und wie „Dienstags bei Morrie“ beweist kann dieses Wunder sehr weite Kreise ziehen.

 

Mitch Albom besuchte seinen Lehrer, als er längst schon kein „offizieller“ Schüler mehr war, und Morrie erzählte von seinem Leben, seinen Erfahrungen, seinen Erkenntnissen. Ich war hingerissen und bestürzt zugleich. Ein Mensch kann eine magische Ausstrahlung haben, die über seinen Tod hinaus wirkt. So mag es mit Morrie und so mag es auch mit meinem Lehrer sein, der schon vor so vielen Jahren in die andere Welt eingetreten ist.

 

Es fällt oft schwer, die Erschwernisse des Alltags zu ertragen. Jedem Menschen widerfahren Dinge, an denen er zerbrechen kann. Morrie weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, als Mitch Albom ihn besucht. Aber er hat soviel zu erzählen, was aus ihm heraus möchte. Und sein Schüler hat die Lektionen von Morrie aufgeschrieben, und damit vielen anderen Menschen zugänglich gemacht.

 

Ein guter „Nebeneffekt“ für Mitch Albom war freilich, dass „Dienstags bei Morrie“ ein Bestseller wurde. Damit hatte er seinen Beginn als Autor gemacht und es folgten weitere Bücher. Diese anderen Romane haben durchaus ihren Reiz, doch „Dienstags bei Morrie“ bleibt unerreicht, was Mitch Albom sicher weiß…