Aller guten Dinge sind drei

Nachdem mir die Veröffentlichung meines ersten Krimis durch den Arovell Verlag zugesichert worden war, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, einen weiteren zu schreiben. Freilich verlangte dies viel Vorarbeit, Überlegungen, Ideen, Konzepte. Ich setzte mich also hin und haute in die Tasten. Innerhalb weniger Tage entstanden eine Menge Buchstaben, Wörter, Sätze, Absätze, Seiten. Doch ich war damit nicht glücklich. Mein Hauptprotagonist, Chefinspektor Kneiffer, war völlig von der Rolle, kurz vor dem Durchdrehen, nicht in der Lage, seinem Beruf auch nur halbwegs motiviert nachzugehen. Kurzum: Er war am Ende, und bald darauf ich am Ende mit meinem Latein. Nein, das konnte ich Eduard Kneiffer nicht antun. Ein Kneiffer ist nicht so einfach unterzukriegen! Ich verwarf also die Idee, beendete den Versuch, einen Krimi zu schreiben, der einen verwahrlosten, psychisch in einem Ausnahmezustand schwebenden Chefinspektor einem Fall entgegentreibt, den er ohnehin nur mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mitarbeiter lösen kann.

 

Dann tat sich eine Zeit lang gar nichts. Im Hinterkopf war der Gedanke an den zweiten Krimi nie eliminiert worden, das geht auch gar nicht. Allerdings beschäftigte ich mich mit anderen literarischen Ideen. So schuf ich die Figur eines vom Leben nicht unbedingt in Watte gelegten Langzeitarbeitslosen, der nie aufgehört hat, nach der großen Liebe zu suchen. Und wie es im Leben so spielen kann, findet er sie, ohne dass er dies zum betreffenden Zeitpunkt erwartet hätte. Aber nach vielen Seiten fragte ich mich, ob diese spezifische Form eines „Liebesromans“ überhaupt das richtige Genre für mich sei, zumal einige Dinge vorfielen, die ins krimimäßige abkippten. Und da stand für mich fest: Ich schreibe die Geschichte dahingehend um, dass die Krimihandlung in den Vordergrund rückt und die Liebesgeschichte in einem weiteren Schritt ein wichtiger Anhaltspunkt für die Lösung des Falls wird. Das war nicht einfach, aber es gelang mir.

 

Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, besteht mein Krimi „Ende eines Genies“ also aus zwei Teilen. Der erste Teil ist aus Sicht eines Langzeitarbeitslosen erzählt, der mitten in eine irrsinnige Geschichte hineingezogen wird. Der zweite Teil beruht auf dem ersten, und bringt Chefinspektor Kneiffer ins Spiel. Er soll den Mord an dem ambitionierten Autor skurriler Romane aufklären. Mobbing, schreckliche Auswüchse des weltweiten Netzes und die Frage danach, in welchem Verhältnis Wahrheit und Lüge das Leben eines Autors bestimmen, sind die drei Hauptthemen meines zweiten Krimis.

 

Nach langer Vorlaufzeit mit zwei völlig anderen literarischen Ansätzen hatte ich es geschafft: Der Krimi war fertig geschrieben, und ich freute mich sehr darüber, dass der Arovell Verlag ihn verlegt hat.

 

Aller guten Dinge sind drei, und dass es mit diesem zweiten Krimi noch nicht vorbei ist mit der Figur Eduard Kneiffer, seines Zeichens Chefinspektor, wird möglicherweise an anderer Stelle im weitverzweigten Dickicht des weltweiten Netzes und speziell auf dieser Website nachzulesen sein. Spurensuche nicht verboten!

 

Der lange Weg einer Weihnachtsgeschichte

Mitte der 1990´er Jahre hatte ich die Idee, eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben. Und es sollte nicht irgendeine sein. Ich schätze die berühmteste Weihnachtsgeschichte aller Zeiten und überhaupt sehr. Das ist durchaus ungewöhnlich, denn der Bekanntheitsgrad eines Romans oder einer Erzählung allein lockt mich normalerweise nicht. Ich bin eher der Ansicht, dass eine ohnehin schon Millionen Male gelesene Geschichte auf den Einen oder Anderen Leser verzichten kann. Doch „A christmas carol“ von Charles Dickens hebt sich mit einer ganz eigenen Darstellung der Weihnachtstage von den vielen anderen Weihnachtsgeschichten ab. Nun ja, fast. Denn was Mitte der 1990´er Jahre zunächst mit einem Desaster begann, das im Jahre 1999 als Buchveröffentlichung in einem Layout schlechtester Ausprägung seine Fortsetzung fand, wurde viele Jahre später aus der Vergessenheit geholt.

 

Jetzt ist die Weihnachtsgeschichte endlich zu dem geworden, was ich ersehnt und erhofft hatte. Wer die ältere Version kennt, wird verwundert sein, welchen Glanz die neue Version  nunmehr auszustrahlen vermag. Oh ja, sie nimmt es mit der Dickens-Vorlage auf, ist jedoch noch um einiges gesellschaftskritischer, schärfer, aufklärerischer, unnachgiebiger. Lau ist Scrooge zur Potenz. Da müssen sich seine Zeitgenossen so gut wie möglich anschnallen, dass sie nicht mit Haut und Haaren verschlungen werden. Kein Spaß, keine Untertreibung. Die Zeiten haben sich geändert, der Kapitalismus hat ungeahnte Ausmaße angenommen, der Neoliberalismus vernichtet Tag für Tag Existenzen, die Schere zwischen Arm und Reich wird sowohl international als auch innerhalb einzelner Staaten immer größer. Es gilt, dem Wahnsinn etwas entgegen zu setzen und dieses Etwas nennt sich Lau. Dieser Mensch leidet insgeheim an den Wunden, die er Menschen Tag für Tag zufügt. Ihm fällt gar nicht auf, wie krank die Gesellschaft geworden ist, in der er sich bewegt. Kein Wunder also, dass ihm selbst als schwer vom Schicksal Getroffenen die Augen nicht aufgehen. Ein ewiger Sieger darf nicht verlieren; sich einer Macht ausliefern, die er nicht als sein Spiegelbild decodieren kann.

 

Scrooge war einmal. Ein schrulliger Mensch, der für Weihnachten nichts übrig hat, weil er gegen seine eigene Wahrheit lebt, die ihn am Ende seines Lebens doch erhellt. Lau würde diesen Scrooge abwatschen, ihm vorwerfen, was für ein Weichei er geworden sei, nur weil er von drei Weihnachtsgeistern bezaubert wurde. Lau sieht die Weihnachtsgeister als Botschafter eines Lebens, das gegen seinen Willen vernichtet wird.

 

Meine Weihnachtsgeschichte ist endlich auf Augenhöhe mit der Vorlage. Ich schreibe das nicht aus Überheblichkeit oder weil ich glaube, mit Lau ident zu sein. Nein, ich bin davon überzeugt und total ehrlich. Ein Mitgrund für die Besonderheit von „Die Weihnachtsgeister des Herrn Lau“ ist die wunderbare Zusammenarbeit mit der Verlegerin und Lektorin Michaela Stadelmann, die der Geschichte durch ihre Ideen und Ergänzungen den letzten Schliff gegeben hat. Herzlichen Dank an dieser Stelle, liebe Frau Stadelmann!

 

Der lange Weg der Weihnachtsgeschichte ist noch nicht zu Ende. Er hatte einige Kurven und so manches Hindernis schien unüberwindbar zu sein. Doch es geht weiter, nicht nur geradeaus, sondern in alle möglichen Seitenwege, Kreuzungen, Schleichpfade. Meine Weihnachtserzählung ist Teil der Literaturgeschichte, und diese Erkenntnis tut nach dem Desaster der ersten Jahre verdammt gut.

 

Vorgabe: Ein einmaliger Krimi, kein Einheitsbrei!

Es begann damit, dass ich beim Aufräumen einen Zettel fand. Keine Ahnung, wann ich den geschrieben hatte. Nur wenige Wörter hatte ich geschrieben. Eine kleine Annäherung an eine Idee für einen Krimi, nicht mehr und nicht weniger. Aber ich erinnerte mich daran, einst Überlegungen angestellt zu haben, einen Krimi zu schreiben.

 

Nicht, dass die Welt auf einen Krimi von mir gewartet hätte. Krimis sind inflationär. Ein literarisches Genre, an dem sich schätzungsweise hunderttausende von Autorinnen und Autoren versuchen. Warum sollte ich diesem Sammelsurium einen weiteren Krimi hinzufügen? Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen Entwicklungsroman, Erzählungen, Gedichte, Theaterstücke, ein Sachbuch und Essays geschrieben. Und nun also ein Krimi? Aber ich ließ nicht locker, schrieb schnell die wichtigsten Parameter auf, die unbedingt in diesen Krimi hinein sollten.

 

Mein Krimi sollte einmalig sein, keinen Einheitsbrei darstellen. Ich wollte den Kriminalroman nicht neu erfinden, daran mögen sich andere Autorinnen und Autoren versuchen. Nein, ich wollte mein eigenes Ding durchziehen, dem Krimi einen ganz persönlichen Charakter verleihen. Damit dieser persönliche Charakter eine Ausprägung erfährt, war es notwendig, spezifische Elemente als Voraussetzung einzuplanen. Das begann bei den Schauplätzen, führte hin zu Eigenheiten der handelnden Personen und ging bis zu Themata, die mir wichtig sind.

 

Als Schauplätze der „schüchternen Zeugin“ wählte ich den Zentralfriedhof, die Prater Hauptallee, den Sportclub-Platz. Drei meiner Lieblingsplätze in Wien. Andere Schauplätze habe ich freilich hinzugefügt, damit die Sache rund wird. Die Eigenheiten der handelnden Personen haben zum Teil mit mir, zum anderen Teil mit Menschen zu tun, denen ich begegnet bin oder die mir etwas bedeuten. So sind etwa Helga Anders und Arthur Schnitzler aus dem Krimi nicht wegzudenken. Tja, und dann die Themata: Ein bisserl „Traumnovelle“, gewürzt mit kafkaesken Elementen, die Liebe kommt nicht zu kurz, gespickt mit berühmten Fragen aus der (Literatur)geschichte und noch vieles mehr. Von diesen Aspekten ausgehend habe ich die Krimihandlung entwickelt, die sich durchaus verselbständigte.

 

Handelt es sich überhaupt um einen Krimi oder habe ich etwas ganz Anderes mit dieser Geschichte verbrochen? Nun ja, um einen „klassischen“ Krimi handelt es sich nicht, immerhin aber um einen psychologischen. Aber wann ist ein Krimi schon ein Krimi? Ich wollte ein ungewöhnliches Manuskript schreiben, und sehe das Experiment als gelungen an. Und ich habe mich sehr darüber gefreut, mit dem Arovell-Verlag einen kongenialen Partner für mein Projekt zu finden.

 

 

Es begann mit Schnitzler

 

 

Im Herbst des Jahres 2006 las ich zufällig davon, dass Arthur Schnitzler auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben ist. Ich entschied instinktiv, dieses Grab aufzusuchen. An einem windigen Tag war es mir nicht vergönnt, das Grab zu finden. Wie ich einige Tage später bemerkte, lag das daran, dass ich das Naheliegende nicht bedacht hatte. Das Grab ist keineswegs irgendwo versteckt, und schwer zu finden, ganz im Gegenteil…

 

 

 

Der Wiener Zentralfriedhof hat mich schon lange in seinen Bann gezogen. Es mag für manchen Zeitgenossen ungewöhnlich sein, dass es Menschen gibt, die eine Vorliebe für Friedhöfe haben, aber in meinem Fall ist dieses Interesse sozusagen „historisch gewachsen“. Jedenfalls kannte ich schon einige Routen, die ich häufig durchschritt. Zum ersten Tor des Zentralfriedhofes hatte ich mich jedoch bis zu diesem Tag im Herbst des Jahres 2006 noch nie zuvor begeben. Und dann fand ich also das Grab von Arthur Schnitzler, und erkundete danach den altjüdischen Friedhof, der zum Großteil stark verwildert ist.

 

 

 

Es dauerte einige Monate, bis in mir die Idee auftauchte, einen Zentralfriedhofs-Führer zu entwerfen, der den Lesern ermöglicht, diesen zweitgrößten Friedhof Europas auf individuelle Weise zu entdecken. Ich machte mich daran, neue Routen zu überlegen, welche von meinen altbekannten abweichen. Und siehe da: Nach einigen Tagen waren fünf Routen zusammengestellt, die nunmehr den Kernteil des Zentralfriedhofs-Führers ausmachen. Ich beschritt diese Routen selbstverständlich in jener Weise, wie ich sie dem geschätzten Leser darstelle. Wer diese Vorschläge durchliest, mag eine Vorstellung davon bekommen, inwiefern eine Route bevorzugt wird oder auch nicht.

 

Ich ergänzte meine Routen-Vorschläge mit kleinen Erlebnissen und Erfahrungen meinerseits, was spezielle Abteilungen innerhalb des Friedhofs betrifft (bpsw. den Babyfriedhof, den Park der Ruhe und Kraft und die russisch-orthodoxe Abteilung), erzählte von der Besonderheit von Allerheiligen und Allerseelen, und fügte einen Serviceteil hinzu. Dann hatte ich mein Vorhaben umgesetzt, und einen Zentralfriedhofs-Führer geschrieben, der Touristen und interessierte Einheimische mit einem Zentralfriedhof konfrontiert, wie er gewöhnlicherweise in der Fachliteratur nicht geschildert wird.

 

Wiederum einige Monate später wurde mein Zentralfriedhofs-Führer als sogenanntes mobilebook veröffentlicht. Ein mobilebook ist ein Buch, das auf einem Mobiltelefon gelesen werden kann. In Japan ist diese Form der Vermittlung von Literatur bereits ziemlich erfolgreich, in Europa und somit auch in Österreich eher unbekannt. Doch das Lesen von Büchern auf dem Mobiltelefon bietet die Möglichkeit, mal einen völlig anderen Lesegenuß zu erleben. Es freut mich also sehr, dass der bislang einzige Verlag, welcher mobilebooks entwickelt und vertreibt, meinen Zentralfriedhofs-Führer veröffentlichte.

 

 

 

 

Schließlich sollte es – erraten – nochmals einige Monate dauern, bis mein Zentralfriedhofs-Führer zunächst als E-book und dann endlich als print-book beim Publikationsnetzwerk Tredition veröffentlicht wurde. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, das auf das Lesen eines Artikels zurückzuführen ist, der unter anderem das Grab von Arthur Schnitzler zum Inhalt hatte…

 

 

 

Hinter den Kulissen von Sebastian

 

Mitte der 1990´er Jahre setzte ich mich mitten im Sommer insbesondere mit meiner Kindheit auseinander und es entstand die halbautobiographische Erzählung „Nennt mich Sebastian, den Erwachten“. Ja, es verhält sich tatsächlich so, dass sich Realität und Fiktion in etwa die Waage halten. Im Jahre 2000 lernte ich die Zeitschrift Federwelt und dessen Gründer Titus Müller kennen. Titus gründete damals auch einen E-book-Verlag, und noch im selben Jahr wurde „Nennt mich Sebastian, den Erwachten“ als E-book veröffentlicht.

 

Titus und ich schickten uns gegenseitig das Manuskript zu, bis es fertig lektoriert war. Durch das Lektorat gewann es zweifellos deutlich an Qualität. Falls Sie von Titus Müller noch nie etwas gehört haben sollten (was ich nur schwer glauben mag), dann sei darauf hingewiesen, dass er mittlerweile zu einem erfolgreichen Autor des Genres historischer Roman avanciert ist.

 

Im Rahmen zweier Autoren-Seminare, an denen ich in den Jahren 2000 und 2001 teilnahm, lernte ich schließlich Titus auch persönlich kennen und schätzen.

 

 

Eine junge Dame las beide Heftromane und war davon begeistert. Sie sagte mir, dass sie auf weitere Geschichten über Sebastian neugierig wäre. Gesagt, getan: Ich trat an Torsten Rybka heran, und er fand diese Idee gut. Also machte ich mich daran, eine völlig andere Erzählung zu schreiben. Ist „Nennt mich Sebastian, den Erwachten“ in der ersten Person geschrieben, so verhält es sich bei „Sebastian im Reich der Zwänge“ so, dass diese Geschichte in der dritten Person erzählt wird. Ein Freund von Sebastian erzählt über ihn und dessen zum Teil ausufernde Zwänge. Im November 2004 erschien „Sebastian im Reich der Zwänge“ als Heftroman.

 

Die zwei Leben des Sebastian

Diametrale Erzählungen

Engelsdorfer, 2006, 124 Seiten, EUR 9,60

ISBN-10: 393940439X

ISBN-13: 978-3939404392

 

Erhältlich bei:

 

 

Amazon

 

 

Damit aber noch nicht genug. Weitere zwei Jahre später erschienen beide Erzählungen in einem Band, und zwar im Engelsdorfer Verlag. Damit muss die langwierige Geschichte über den eigenwilligen Sebastian aber noch nicht an ein Ende gelangt sein. Erweiterungen sind nicht ausgeschlossen, und wer vermag zu ahnen, was mir Sebastian noch alles einflüstern wird…

 

Ende eines Genies

Nusch musste sehr viel von Bärbeisser gehalten haben.  Hatte geheult wie ein Schlosshund. Die Anderen ergingen sich in Witzen, Anspielungen und spielten Erstaunen vor. Ein Mann war bestialisch ermordet worden, und die Welt drehte sich weiter.


Vienna Central Cemetery

With this guide to the Central Cemetery I am offering my readers on the one hand an overview over the most important departments and sights of the cemetery well worth seeing. On the other hand I am taking my readers on five defined routes passing many points of interest mostly unknown to the average tourist and occasional visitors to the cemetery.

 

Bumba, der Zirkuslöwe

Bumba ist tieftraurig. Der Dompteur schwingt die Peitsche, und der Löwe muss Männchen machen. Er springt in der Manege herum, weil er sich bedroht fühlt. Er will nicht da sein, aber er muss. Und wenn er seine Nummer nicht gut macht, bekommt er nichts zu fressen.

 

Blumfeld

K. war erleichtert. Er saß vor seinem Computerbildschirm und atmete tief durch. Dann nahm er eine CD zur Hand und sicherte den letzten Text. Er tat dies noch ein weiteres Mal auf eine externe Festplatte. Diesen Tipp hatte ihm sein Freund Bäcker gegeben.

 

Die Weihnachtsgeister des Herrn Lau

Die Heuschrecken sind mitten unter uns! Und sie sind verderbt, verlogen – verraten. Denn irgendwann geht auch mal was schief bei einer hanebüchenen Transaktion. Und wenn ein aufmerksamer Mitarbeiter die Augen aufhält und im entscheidenden Moment zugreift – dann ist die Hölle los.

                                                                © Wunderwaldverlag

 

Blumfeld, ein älterer

Arbeitsloser

Jürgen Heimlichs Figuren zeigen uns eine kafkaeske Welt voller unerfüllter Liebe und Sehnsüchte. Seine Charaktere gehen bis zum Äußersten und zerbrechen dabei an Lieblosigkeit, Unglaube, Herzlosigkeit – und an der Gesellschaft.

 

© Ruth Reuter

 

 

Die schüchterne Zeugin

 

Nie war es so ruhig in den Büros der Inspektoren gewesen. Belinda Winter versuchte, ihren unmittelbaren Vorgesetzten zu trösten, doch der winkte ab. Chefinspektor Kneiffer hätte am liebsten den Schreibtisch in Brand gesetzt, um danach für immer diesen schrecklichen Ort zu verlassen.

 

 

 

Zentralfriedhofs-Führer

 

Der Wiener Zentralfriedhof eignet sich hervorragend zum Flanieren, zum Innehalten vom Trubel des Alltags und Berufslebens. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen zweitgrößten Friedhof Europas zu entdecken. Die meisten Touristen und Friedhofsgänger beschränken sich auf die Ehrengräber, als hätte der Zentralfriedhof sonst nichts zu bieten. Aber so ist es nicht und kann es freilich nicht sein! Jeder Friedhofsbesucher kann den Zentralfriedhof auf individuelle Weise entdecken, und ich möchte mit diesem Friedhofsführer Anregungen zu individuellen Entdeckungsreisen geben.

Das diabolische Experiment

 

Nach dem selbigen Strickmuster (nonkonformistisches Weltverhältnis, erotische Genialität, typisierte Weiblichkeit) konstruierte ja übrigens Hesse seine Sozialmilieus und Handlungsträger, u.a. Goldmund und Siddharta, welche bis zuletzt in einem gewissen Sinne gesellschaftliche Außenseiter bleiben, jedenfalls hierbei typologische Übermenschen sind, was sie vom normierten Menschen trennt, hingegen sie gegenüber dem Dasein (in seiner rein ontologischen Manifestation) schlussendlich oder eigentlich immer schon versöhnlich gestimmt sind.

(© Harald Schulz)

 

Die zwei Leben des Sebastian

Lebensverdruss ist ganz gewiss keine Tugend, doch sehr wohl ein literarisches Stilmittel. Wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, möge sich dieses Buch zu Gemüte führen.

(© Harald Schulz)

 

Die Ewiggleichen

 

Bei „Die Ewiggleichen“ handelt es sich um keinen klassischen Gedichtband. Genau genommen ist überhaupt nur der Text auf dem Rückcover als Gedicht erkennbar. Ansonsten enthält das Bändchen lyrische Prosa, wobei sich der Autor weit aus dem Fenster lehnt, und behauptet, dieser Stil sei an Lord Byron angelehnt, obzwar dieser ein britischer Dichter war.