Der Autor Jürgen Heimlich –
und wie er die Welt sieht
Zentralfriedhofs-Führer
Ich wohne seit 1998 in der Nähe des Wiener Zentralfriedhofes. Es hat sich mit den
Jahren ergeben, dass ich ein immer stärkeres Interesse für diesen imposanten Friedhof entwickelte. Nicht wenige Touristen tummeln sich zu allen Jahreszeiten an konzentrierten Punkten. Gleichzeitig
entgehen diesen Spaziergängern die zahlreichen entdeckenswerten Aspekte, welche diesen Friedhof so bemerkenswert machen.
Mit diesem Zentralfriedhofsführer möchte ich meinen Lesern einerseits die wichtigsten Abteilungen und sehenswerten Einrichtungen des Friedhofes nahe bringen. Andererseits gehe ich gemeinsam mit Ihnen
fünf Routen, welche an vielen von Touristen und „normalen“ Friedhofsgängern nicht bekannten Punkten des Friedhofes vorbeiführen, die nicht nur entdeckenswert sind, sondern zu einem längeren Verweilen
und zum Nachdenken einladen. Jede dieser Routen kann freilich adaptiert werden, sodass eine individuelle Note entstehen mag.
Machen Sie sich auf und entdecken Sie den Wiener Zentralfriedhof auf ungewöhnliche Art und Weise. Wenn Sie sämtliche fünf Routen – egal in welcher Reihenfolge, und ganz im Sinne Ihrer individuellen
Vorstellungen – abgehen, dann haben Sie viele wertvolle Ingredienzien des Wiener Zentralfriedhofes entdeckt. Angefangen vom buddhistischen Friedhof über den Babyfriedhof, die russisch-orthodoxe
Abteilung, den Park der Ruhe und Kraft, bis zu Soldatengräbern, Gräbern im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, dem neujüdischen Friedhof, dem israelitischen Friedhof, dem evangelischen
Friedhof, und vielen weiteren bedeutsamen Plätzen.
Es würde mich sehr freuen, wenn durch diesen Wiener Zentralfriedhofsführer viele Menschen den imposanten Friedhof auf individuelle Weise – und also auch abseits von den üblichen „Trampelpfaden“ -
entdecken, und wer weiß, vielleicht begegnen wir uns ja eines Tages, und plaudern ein wenig miteinander…