Der Autor Jürgen Heimlich – und wie er die Welt sieht

 

Zentralfriedhofs-Führer

 

Ich wohne seit 1998 in der Nähe des Wiener Zentralfriedhofes. Es hat sich mit den Jahren ergeben, dass ich ein immer stärkeres Interesse für diesen imposanten Friedhof entwickelte. Nicht wenige Touristen tummeln sich zu allen Jahreszeiten an konzentrierten Punkten. Gleichzeitig entgehen diesen Spaziergängern die zahlreichen entdeckenswerten Aspekte, welche diesen Friedhof so bemerkenswert machen.

Mit diesem Zentralfriedhofsführer möchte ich meinen Lesern einerseits die wichtigsten Abteilungen und sehenswerten Einrichtungen des Friedhofes nahe bringen. Andererseits gehe ich gemeinsam mit Ihnen fünf Routen, welche an vielen von Touristen und „normalen“ Friedhofsgängern nicht bekannten Punkten des Friedhofes vorbeiführen, die nicht nur entdeckenswert sind, sondern zu einem längeren Verweilen und zum Nachdenken einladen. Jede dieser Routen kann freilich adaptiert werden, sodass eine individuelle Note entstehen mag.

Machen Sie sich auf und entdecken Sie den Wiener Zentralfriedhof auf ungewöhnliche Art und Weise. Wenn Sie sämtliche fünf Routen – egal in welcher Reihenfolge, und ganz im Sinne Ihrer individuellen Vorstellungen – abgehen, dann haben Sie viele wertvolle Ingredienzien des Wiener Zentralfriedhofes entdeckt. Angefangen vom buddhistischen Friedhof über den Babyfriedhof, die russisch-orthodoxe Abteilung, den Park der Ruhe und Kraft, bis zu Soldatengräbern, Gräbern im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, dem neujüdischen Friedhof, dem israelitischen Friedhof, dem evangelischen Friedhof, und vielen weiteren bedeutsamen Plätzen.

Es würde mich sehr freuen, wenn durch diesen Wiener Zentralfriedhofsführer viele Menschen den imposanten Friedhof auf individuelle Weise – und also auch abseits von den üblichen „Trampelpfaden“ - entdecken, und wer weiß, vielleicht begegnen wir uns ja eines Tages, und plaudern ein wenig miteinander…

 

 

Zentralfriedhofs-Führer - Den Wiener Zentralfriedhof individuell entdecken

Tredition, 2008, 68 Seiten, EUR 10,99

ISBN-10: 3940921483

ISBN-13: 978-3940921482

 

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Tredition

 

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Weltbild

 

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Blumfeld, ein älterer

Arbeitsloser

Jürgen Heimlichs Figuren zeigen uns eine kafkaeske Welt voller unerfüllter Liebe und Sehnsüchte. Seine Charaktere gehen bis zum Äußersten und zerbrechen dabei an Lieblosigkeit, Unglaube, Herzlosigkeit – und an der Gesellschaft.

 

© Ruth Reuter

 

Bumba, der Zirkuslöwe

Bumba ist ein ganz spezieller Löwe.
Erfahrt in dem ersten Kinderbuch von Jürgen Heimlich
was es mit Bumba auf sich hat.
Wie es ihm im Zirkus und im Zoo ergeht.
Was hat es mit den Kindern, Martin und Petra, in Bumbas Leben auf sich?
Kann Bumba eine Freundschaft aufbauen?
Welche Rolle hat Gonzo der Clown in Bumbas Leben?
Eine spannende Geschichte mit vielen Überraschungen.

Ein Löwe zum verlieben!

 

© Pia Bächtold

 

Die schüchterne Zeugin

 

Nie war es so ruhig in den Büros der Inspektoren gewesen. Belinda Winter versuchte, ihren unmittelbaren Vorgesetzten zu trösten, doch der winkte ab. Chefinspektor Kneiffer hätte am liebsten den Schreibtisch in Brand gesetzt, um danach für immer diesen schrecklichen Ort zu verlassen.

 

 

 

Zentralfriedhofs-Führer

 

Der Wiener Zentralfriedhof eignet sich hervorragend zum Flanieren, zum Innehalten vom Trubel des Alltags und Berufslebens. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen zweitgrößten Friedhof Europas zu entdecken. Die meisten Touristen und Friedhofsgänger beschränken sich auf die Ehrengräber, als hätte der Zentralfriedhof sonst nichts zu bieten. Aber so ist es nicht und kann es freilich nicht sein! Jeder Friedhofsbesucher kann den Zentralfriedhof auf individuelle Weise entdecken, und ich möchte mit diesem Friedhofsführer Anregungen zu individuellen Entdeckungsreisen geben.

Das diabolische Experiment

 

Nach dem selbigen Strickmuster (nonkonformistisches Weltverhältnis, erotische Genialität, typisierte Weiblichkeit) konstruierte ja übrigens Hesse seine Sozialmilieus und Handlungsträger, u.a. Goldmund und Siddharta, welche bis zuletzt in einem gewissen Sinne gesellschaftliche Außenseiter bleiben, jedenfalls hierbei typologische Übermenschen sind, was sie vom normierten Menschen trennt, hingegen sie gegenüber dem Dasein (in seiner rein ontologischen Manifestation) schlussendlich oder eigentlich immer schon versöhnlich gestimmt sind.

(© Harald Schulz)

 

Die zwei Leben des Sebastian

 

Sebastian, immer auf der Suche nach sich selbst, fühlt sich von seiner Umwelt unverstanden, verkriecht sich in die Welt seiner Bücher, die er in großer Anzahl nicht nur zu lesen scheint, sondern sie nahezu "frisst". Er lebt in der Welt dieser Geschichten, die zudem seine Fantasie ins Unermessliche beflügeln und ihn veranlassen, selbst zu schreiben. In dieser Welt ist er lange "gefangen", es fällt ihm schwer der täglichen Realität ins Auge zu schauen. Er fühlt sich in seiner Fähigkeit zum Schreiben erst durch seinen Lehrer Specht bestätigt, der viel zu früh an Leukämie stirbt und Sebastian wieder zurück in sein Maulwurf-Dasein wirft.

(© Astrid Karger)

 

Die Ewiggleichen

 

Bei „Die Ewiggleichen“ handelt es sich um keinen klassischen Gedichtband. Genau genommen ist überhaupt nur der Text auf dem Rückcover als Gedicht erkennbar. Ansonsten enthält das Bändchen lyrische Prosa, wobei sich der Autor weit aus dem Fenster lehnt, und behauptet, dieser Stil sei an Lord Byron angelehnt, obzwar dieser ein britischer Dichter war.