Ende eines Genies

Vier Wochen waren seit dem schrecklichen Mord an Lukas Bärbeisser vergangen, und die Ermittler bissen immer noch auf Granit. Fritzi Schuch hatte zwischenzeitlich das Vergnügen, vereinzelte Tage der Dienstfreiheit zu genießen. Chefinspektor Eduard Kneiffer gönnte sich an diesem Samstagvormittag erstmals einige ruhige Stunden, die er mit seinem ehemaligen Praktikanten, und nunmehrigen Bezirksinspektor teilte. Gemeinsam standen die Männer vor dem Grab von Linda Wunderlich. Die Idee zu dieser Visite war von Fritzi Schuch ausgegangen. Es hatte nicht allzu starker Überredungskunst bedurft, Eduard Kneiffer an das Grab seiner großen Liebe zu verabreden.

 

Ende eines Genies

Arovell, 2011, Roman, 136 Seiten

EUR 12,90

ISBN 978-3-902808-03-5

 

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Die schüchterne Zeugin

 

 

 

Wie mag die Lebenswelt eines Täters aussehen, und kann er nicht ebenso als Opfer betrachtet werden? Und wie spielt es sich im Kopf eines Chefinspektors ab, der bald selbst zum Teil des Falles wird, den er eigentlich aufklären sollte?

 

Chefinspektor Kneiffer bekommt es mit einer  kleinen Mordserie zu tun, die als mysteriös einzustufen ist. Er hat seine Macken und Schrullen, und ist alles andere als ein „perfekter“ Kriminalist. Als Einzelgänger fällt es ihm nicht immer leicht, auf seine Teammitglieder zu hören, und sich Rat einzuholen.

 

Die Geschichte ist schräg wie die Hauptprotagonisten. Das lässt sich leicht daraus ableiten, dass Wien der Schauplatz der Geschehnisse ist. Die Eigenheiten von Wienerinnen und Wienern sind von außen hin nicht immer leicht durchschaubar. Aber nicht wenige Wienerinnen und Wiener tragen ihre Herzen am rechten Fleck, und Eduard Kneiffer ist einer dieser Hauptstädter. Er saugt sich an einem Fall fest, den er am Ende… Nun gut, zuviel soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

 

 

Die schüchterne Zeugin

Arovell, 2009, Roman, 118 Seiten

EUR 12,90

ISBN 3783902547859

 

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Das diabolische Experiment


 

Was ist von einem Roman zu halten, der zumindest teilweise recht schwer zu lesen ist? Davon können sich freilich am Ende nur die Leser selbst ein Bild machen. Das ist jedenfalls kein Buch, das man so mir nichts dir nichts in einer Nacht oder an einem Tag auslesen kann, zumindest denkt sich dies der Rezensent. Es passieren die unmöglichsten, unfassbarsten Dinge. Der Held wird im Laufe des Szenario zum Anti-Helden, und die Suche nach sich selbst erweist sich bald schon als teuflische Angelegenheit.

Der Autor hat sich an einer Erzählung von Dostojewski, nämlich "Der Doppelgänger" in gewisser Weise zu orientieren versucht. Die beiden Bücher haben dennoch höchstens marginal miteinander zu tun, da es inhaltlich doch recht starke Differenzen gibt. Das hat damit zu tun, dass sich die Zeiten geändert haben, und G. noch weit mehr in den Wahnsinn getrieben wird, als dies im "Doppelgänger" mit Goljadkin geschehen ist. Der Roman hat als Ingredienzien kriminalistische, horrormäßige und selbstreflexive Energien in sich. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sogar das heutzutage stark besprochene Thema Mobbing Teil der Geschichte ist. Mobbing kann den Betroffenen sehr schwer zu schaffen machen, und wie eine relativ neue Studie ergeben hat, sind viele Selbstmorde auf diesen Psychoterror am Arbeitsplatz zurückzuführen. Zwar mag diese Thematik im zu besprechenden Roman nur einen kleinen Anteil haben, dennoch kann sie nicht überlesen werden. Das ist ein Beispiel für die Vielschichtigkeit der Geschichte, die neben dem Hauptstrang über zahlreiche Nebenstränge verfügt. Es besteht manchmal durchaus die Möglichkeit, die Übersicht zu verlieren, wenngleich - glücklicherweise - in diesem Roman das in Dostojewski-Stoffen so zahlreiche Arsenal an Haupt- und Nebenfiguren nicht in dieser Dimension gegeben ist. Der Autor beschränkt sich wohl bewusst auf einige Figuren, die auf teilweise bizarre Weise miteinander verbunden sind. Einige Szenen mögen ein gewisses Entsetzen im Leser auslösen, andere Szenen wiederum zum Schmunzeln anregen.

Ein Leben driftet von einem Tag zum anderen in eine zuvor für den (Anti)helden völlig unbekannte Richtung ab. Wir Leser wandern mit G. mit, und müssen am Ende erkennen, dass der Wahnsinn diese Welt im Innersten getroffen haben muß. Sicher keine Lektüre, die der Unterhaltung dient, sondern vielmehr eine Geschichte, welche den Leser ins Mark seiner Seele treffen kann, wenn er sich fortlaufenden Irrsinnigkeiten mit ihm zur Verfügung stehenden Waffen zu stellen vermag…

 

(© Valentin)

 

 

Das diabolische Experiment

Engelsdorfer, 2006, Roman, 217 Seiten,

EUR 13,60

ISBN-10: 3867030790

ISBN-13: 978-3867030793

 

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Ende eines Genies

Nusch musste sehr viel von Bärbeisser gehalten haben.  Hatte geheult wie ein Schlosshund. Die Anderen ergingen sich in Witzen, Anspielungen und spielten Erstaunen vor. Ein Mann war bestialisch ermordet worden, und die Welt drehte sich weiter.


Vienna Central Cemetery

With this guide to the Central Cemetery I am offering my readers on the one hand an overview over the most important departments and sights of the cemetery well worth seeing. On the other hand I am taking my readers on five defined routes passing many points of interest mostly unknown to the average tourist and occasional visitors to the cemetery.

 

Bumba, der Zirkuslöwe

Bumba ist tieftraurig. Der Dompteur schwingt die Peitsche, und der Löwe muss Männchen machen. Er springt in der Manege herum, weil er sich bedroht fühlt. Er will nicht da sein, aber er muss. Und wenn er seine Nummer nicht gut macht, bekommt er nichts zu fressen.

 

Blumfeld

K. war erleichtert. Er saß vor seinem Computerbildschirm und atmete tief durch. Dann nahm er eine CD zur Hand und sicherte den letzten Text. Er tat dies noch ein weiteres Mal auf eine externe Festplatte. Diesen Tipp hatte ihm sein Freund Bäcker gegeben.

 

Die Weihnachtsgeister des Herrn Lau

Die Heuschrecken sind mitten unter uns! Und sie sind verderbt, verlogen – verraten. Denn irgendwann geht auch mal was schief bei einer hanebüchenen Transaktion. Und wenn ein aufmerksamer Mitarbeiter die Augen aufhält und im entscheidenden Moment zugreift – dann ist die Hölle los.

                                                                © Wunderwaldverlag

 

Blumfeld, ein älterer

Arbeitsloser

Jürgen Heimlichs Figuren zeigen uns eine kafkaeske Welt voller unerfüllter Liebe und Sehnsüchte. Seine Charaktere gehen bis zum Äußersten und zerbrechen dabei an Lieblosigkeit, Unglaube, Herzlosigkeit – und an der Gesellschaft.

 

© Ruth Reuter

 

 

Die schüchterne Zeugin

 

Nie war es so ruhig in den Büros der Inspektoren gewesen. Belinda Winter versuchte, ihren unmittelbaren Vorgesetzten zu trösten, doch der winkte ab. Chefinspektor Kneiffer hätte am liebsten den Schreibtisch in Brand gesetzt, um danach für immer diesen schrecklichen Ort zu verlassen.

 

 

 

Zentralfriedhofs-Führer

 

Der Wiener Zentralfriedhof eignet sich hervorragend zum Flanieren, zum Innehalten vom Trubel des Alltags und Berufslebens. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen zweitgrößten Friedhof Europas zu entdecken. Die meisten Touristen und Friedhofsgänger beschränken sich auf die Ehrengräber, als hätte der Zentralfriedhof sonst nichts zu bieten. Aber so ist es nicht und kann es freilich nicht sein! Jeder Friedhofsbesucher kann den Zentralfriedhof auf individuelle Weise entdecken, und ich möchte mit diesem Friedhofsführer Anregungen zu individuellen Entdeckungsreisen geben.

Das diabolische Experiment

 

Nach dem selbigen Strickmuster (nonkonformistisches Weltverhältnis, erotische Genialität, typisierte Weiblichkeit) konstruierte ja übrigens Hesse seine Sozialmilieus und Handlungsträger, u.a. Goldmund und Siddharta, welche bis zuletzt in einem gewissen Sinne gesellschaftliche Außenseiter bleiben, jedenfalls hierbei typologische Übermenschen sind, was sie vom normierten Menschen trennt, hingegen sie gegenüber dem Dasein (in seiner rein ontologischen Manifestation) schlussendlich oder eigentlich immer schon versöhnlich gestimmt sind.

(© Harald Schulz)

 

Die zwei Leben des Sebastian

Lebensverdruss ist ganz gewiss keine Tugend, doch sehr wohl ein literarisches Stilmittel. Wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, möge sich dieses Buch zu Gemüte führen.

(© Harald Schulz)

 

Die Ewiggleichen

 

Bei „Die Ewiggleichen“ handelt es sich um keinen klassischen Gedichtband. Genau genommen ist überhaupt nur der Text auf dem Rückcover als Gedicht erkennbar. Ansonsten enthält das Bändchen lyrische Prosa, wobei sich der Autor weit aus dem Fenster lehnt, und behauptet, dieser Stil sei an Lord Byron angelehnt, obzwar dieser ein britischer Dichter war.