Die Autorenpatenschaft 

Am 1.12.2011 fand in den Räumlichkeiten einer Buchhandlung im zweiten Wiener Gemeindebezirk eine von einer Autorin initiierte Versteigerung von Autorenpatenschaften statt. Autorinnen und Autoren gestalteten eine Postkarte mit dichterischer Brillanz, und das geschätzte Publikum erhielt die Möglichkeit, zusätzlich zu dieser einmaligen Postkarte ein Buchpaket und dann auch noch einen der anwesenden Autorinnen oder Autoren zu ersteigern. Das lasse man sich bitte erst mal auf der Zunge zergehen! Tatsächlich wurde also der Autor Jürgen (ganz un-)Heimlich ersteigert und erarbeitete mit seinem Paten einen Text, der so knuffig war, dass ich ihn unbedingt herausgeben wollte. Die beiden sparen weder an skurillen Erlebnissen, die sich mit Liebe und Heimlichs Lieblingsthema, dem Tod, befassen, noch an einem derb-wienerischen Abgesang an Paten und Mündel. Heimlich, wie wir ihn mögen: handfest!

 

© Michaela Stadelmann

 

Bestellbar bei Michaela Stadelmann

 

 

Blumfeld, ein älterer Arbeitsloser

Franz Kafka hat eine große Anzahl hochinteressanter, komplexer Figuren geschaffen. Einige dieser Figuren werden in die Jetzt-Zeit transformiert, und in dieser neuen „Dimension“ finden sie sich ebenso wenig zurecht wie viele Jahrzehnte zuvor. Ihr Scheitern ist also vorprogrammiert.

 

Wie mögen sich Menschen fühlen, die ihren Job, den Glauben an die Liebe, auch nur den kleinsten Anflug von Selbstvertrauen verloren haben? Diese Erzählungen sind keine leichte Kost. Sie widmen sich den Verlierern der Gesellschaft, jenen, die sonst immer im Schatten stehen. Es muss kein happy end made in Hollywood geben, das die fortwährend Scheiternden letztlich wie durch ein Wunder als Strahlefrauen und Strahlemänner zeigt. Das Leben kann so brutal, melancholisch, traurig und ernüchternd sein, wie es diese Erzählungen darstellen. Oder wie es Ingeborg Bachmann so wunderbar formulierte: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“

Blumfeld, ein älterer Arbeitsloser

Erzählungen

Edition Schreiblöwe, 2009, 122 Seiten

EUR 10,80

ISBN 978-3-902574-21-3

 

Erhältlich bei:

 

Die zwei Leben des Sebastian

 


Sebastian, immer auf der Suche nach sich selbst, fühlt sich von seiner Umwelt unverstanden, verkriecht sich in die Welt seiner Bücher, die er in großer Anzahl nicht nur zu lesen scheint, sondern sie nahezu "frisst". Er lebt in der Welt dieser Geschichten, die zudem seine Fantasie ins Unermessliche beflügeln und ihn veranlassen, selbst zu schreiben. In dieser Welt ist er lange "gefangen", es fällt ihm schwer der täglichen Realität ins Auge zu schauen. Er fühlt sich in seiner Fähigkeit zum Schreiben erst durch seinen Lehrer Specht bestätigt, der viel zu früh an Leukämie stirbt und Sebastian wieder zurück in sein Maulwurf-Dasein wirft. Seine Mutter verteidigt ihn zunächst, ob seiner Fähigkeit, lässt es jedoch darüber hinaus ihn weiter zu befordern, dabei bewenden.

Der Leser erfährt zum Schluss, dass Mutter und Sohn unterschiedliche Wege, in der Akzeptanz der in ihnen herrschenden Krankheit, gehen. Sebastian sucht den Ausweg in einer Therapie. Seine Mutter erfährt nie, dass sie es ihrem Sohn eigentlich gleich tun sollte.

Sebastian erfährt die Liebe seines Lebens. Er fühlt sich nach der langen Suche zum eigenen "Ich" endlich angekommen und angenommen.

© Astrid Karger

Voll in die Fresse

2112

Mein Lieblingsbuch

Gedanken im Sturm

Buchstabensuppe 2009

Anthology der Gier 

Mit Wort und Paukenschlag

Die Welt im Wasserglas

Anschlag 

Mystische Helden

Literatour de France 2003

Mitschreiben

Maskenball

Maskenball 41

 

Spiegel der Seele

 

Im Jahr des Saturn

Wieder schlägt man ins Kreuz die Haken

10 Jahre Mauerfall

Jahrbuch Lyrik 2000

Kamingeflüster

Etcetera Tabu

Zenit: Erinnerungen

Leserpreis 1992:

Dokumentation

Leserpreis 1991:

Der Spiegel

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