Do

01

Jul

2010

Fußball und Literatur, Teil 2

 

Ich habe mich in die Höhle des Löwen gewagt und mich mit der Literaturnationalmannschaft in Verbindung gesetzt. Und nun habe ich eventuell eine Option, zumindest für ein Testspiel in Frage zu kommen. Der Kader ist reichlich besetzt, sodass kein konkreter Bedarf an neuen Spielern besteht. Vielleicht wird ja doch mal ein B-Team gegründet, und dann bin ich vorne mit dabei. Jedenfalls freut es mich, dass die kleine Chance besteht, mich ballesterisch zu  bewähren. Literatur und Fußball sind keine Gegensätze und waren es auch nie. Ich werde also am Ball bleiben und sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

 

Angesichts einer an Dramatik kaum zu überbietenden Fußballweltmeisterschaft will ich mich in diesem Kontext zu Wort melden. Die Monopolstellung der FIFA führt dazu, dass ein weltweit Wellen schlagendes Sportereignis diskreditiert wird. Die FIFA kassiert jede Menge Geld, die FIFA bestimmt die Regeln. Somit haben es die Nationalmannschaften von England und Mexiko der FIFA zu verdanken, dass sie eklatant benachteiligt wurden. Hier wäre ein Umdenken unabänderlich. Und zwar nicht im Sinne der Einführung von Videobeweisen oder Torraumkameras, sondern zuallererst die FIFA nicht als Monopolisten schalten und walten zu lassen, wie es den hohen Funktionären beliebt. Das veraltete Regelwerk gehört entstaubt, wogegen sich – warum auch immer – die FIFA-Funktionäre wehren. Die Monopolstellung der FIFA ist definitiv in Frage zu stellen.

 

Fußball wurde nicht von der FIFA erfunden, auch wenn das manche glauben mögen. Fußball ist ein Mannschaftssport mit gewissen Regeln, an die sich die Mitwirkenden zu halten haben. Fußball bietet Menschen Chancen, sich beruflich zu verwirklichen. Und Fußball kann sogar aus der Armut mitten in grenzenlosen Reichtum führen. In erster Linie geht es aber darum, Fußballer nicht als Ware zu betrachten und bei schwächerer Performance einfach dorthin zurück zu schicken, wo sie herkommen. Das passiert mit jeder Menge Fußballern vom afrikanischen Kontinent. Leider geht es auch der FIFA nur um Geld, Geld, Geld und Macht. Das sollten wir alle bedenken, die wir die Fußballweltmeisterschaft mit Spannung verfolgen.

 

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Ende eines Genies

Nusch musste sehr viel von Bärbeisser gehalten haben.  Hatte geheult wie ein Schlosshund. Die Anderen ergingen sich in Witzen, Anspielungen und spielten Erstaunen vor. Ein Mann war bestialisch ermordet worden, und die Welt drehte sich weiter.


Vienna Central Cemetery

With this guide to the Central Cemetery I am offering my readers on the one hand an overview over the most important departments and sights of the cemetery well worth seeing. On the other hand I am taking my readers on five defined routes passing many points of interest mostly unknown to the average tourist and occasional visitors to the cemetery.

 

Bumba, der Zirkuslöwe

Bumba ist tieftraurig. Der Dompteur schwingt die Peitsche, und der Löwe muss Männchen machen. Er springt in der Manege herum, weil er sich bedroht fühlt. Er will nicht da sein, aber er muss. Und wenn er seine Nummer nicht gut macht, bekommt er nichts zu fressen.

 

Blumfeld

K. war erleichtert. Er saß vor seinem Computerbildschirm und atmete tief durch. Dann nahm er eine CD zur Hand und sicherte den letzten Text. Er tat dies noch ein weiteres Mal auf eine externe Festplatte. Diesen Tipp hatte ihm sein Freund Bäcker gegeben.

 

Die Weihnachtsgeister des Herrn Lau

Die Heuschrecken sind mitten unter uns! Und sie sind verderbt, verlogen – verraten. Denn irgendwann geht auch mal was schief bei einer hanebüchenen Transaktion. Und wenn ein aufmerksamer Mitarbeiter die Augen aufhält und im entscheidenden Moment zugreift – dann ist die Hölle los.

                                                                © Wunderwaldverlag

 

Blumfeld, ein älterer

Arbeitsloser

Jürgen Heimlichs Figuren zeigen uns eine kafkaeske Welt voller unerfüllter Liebe und Sehnsüchte. Seine Charaktere gehen bis zum Äußersten und zerbrechen dabei an Lieblosigkeit, Unglaube, Herzlosigkeit – und an der Gesellschaft.

 

© Ruth Reuter

 

 

Die schüchterne Zeugin

 

Nie war es so ruhig in den Büros der Inspektoren gewesen. Belinda Winter versuchte, ihren unmittelbaren Vorgesetzten zu trösten, doch der winkte ab. Chefinspektor Kneiffer hätte am liebsten den Schreibtisch in Brand gesetzt, um danach für immer diesen schrecklichen Ort zu verlassen.

 

 

 

Zentralfriedhofs-Führer

 

Der Wiener Zentralfriedhof eignet sich hervorragend zum Flanieren, zum Innehalten vom Trubel des Alltags und Berufslebens. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen zweitgrößten Friedhof Europas zu entdecken. Die meisten Touristen und Friedhofsgänger beschränken sich auf die Ehrengräber, als hätte der Zentralfriedhof sonst nichts zu bieten. Aber so ist es nicht und kann es freilich nicht sein! Jeder Friedhofsbesucher kann den Zentralfriedhof auf individuelle Weise entdecken, und ich möchte mit diesem Friedhofsführer Anregungen zu individuellen Entdeckungsreisen geben.

Das diabolische Experiment

 

Nach dem selbigen Strickmuster (nonkonformistisches Weltverhältnis, erotische Genialität, typisierte Weiblichkeit) konstruierte ja übrigens Hesse seine Sozialmilieus und Handlungsträger, u.a. Goldmund und Siddharta, welche bis zuletzt in einem gewissen Sinne gesellschaftliche Außenseiter bleiben, jedenfalls hierbei typologische Übermenschen sind, was sie vom normierten Menschen trennt, hingegen sie gegenüber dem Dasein (in seiner rein ontologischen Manifestation) schlussendlich oder eigentlich immer schon versöhnlich gestimmt sind.

(© Harald Schulz)

 

Die zwei Leben des Sebastian

Lebensverdruss ist ganz gewiss keine Tugend, doch sehr wohl ein literarisches Stilmittel. Wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, möge sich dieses Buch zu Gemüte führen.

(© Harald Schulz)

 

Die Ewiggleichen

 

Bei „Die Ewiggleichen“ handelt es sich um keinen klassischen Gedichtband. Genau genommen ist überhaupt nur der Text auf dem Rückcover als Gedicht erkennbar. Ansonsten enthält das Bändchen lyrische Prosa, wobei sich der Autor weit aus dem Fenster lehnt, und behauptet, dieser Stil sei an Lord Byron angelehnt, obzwar dieser ein britischer Dichter war.