Sa

01

Mai

2010

Ein Jahr http://www.literaturexperte.com/

 

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Vor einem Jahr ging meine Website mit literarischem Schwerpunkt an den Start. Hintergrund dafür war die Veröffentlichung meines ersten Krimis Die schüchterne Zeugin“ im renommierten Arovell-Verlag. Das musste irgendwie gefeiert werden, und ich hatte schon längere Zeit überlegt, eine Webpräsenz zu etablieren, wo es ausschließlich um mein Dasein als Autor und Literaturexperte geht.

 

Der „Literaturexperte“ ist freilich mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Es ehrt mich, wenn ich angeschrieben werde, weil die Vermutung besteht, dass ich Literaturwissenschafter sein mag. Aber nein, das bin ich nicht, wenngleich es zweifellos keine unpassenden Federn für mich wären. Ich lebe Literatur. Klingt nicht ganz so dramatisch wie bei Kafka („Ich bin Literatur“), ist aber durchaus eine gute Beschreibung meines Bezugs zur literarischen Welt. Zwar habe ich freilich einen rationalen Zugang zu literarischen Werken. Ansonsten wäre es wohl nicht einmal möglich, auch nur eine halbwegs passable Rezension zu verfassen. Andererseits habe ich einen starken inneren, emotionalen Zugang zu Literatur. Ich lebe mit den Figuren, versetze mich in die Lebensgrundlagen der Figuren hinein. Mein „Expertentum“ ist also eine Mischung aus der Fähigkeit, rational an literarische Werke heranzugehen, und emotional mit den Figuren und deren Weltbildern verwachsen zu sein.

 

Die statistischen Daten des ersten Jahres, welche aus meiner Webpräsenz hervorgehen, belegen durchaus das Interesse der Besucher am „Literaturexperten“. Die Themata „Literaturexperte“ und „Literatur-Expertisen“ sind in der Liste der Klicks hauchdünn auf Platz eins. Dicht gefolgt vom „Notizblog“, dem Sie, meine lieben Leserinnen und Leser, nunmehr die Ehre erweisen.

Auf Platz drei folgen die Termine von „Lesungen“.

 

Insgesamt bin ich mit der Entwicklung meiner literarischen Webpräsenz im Laufe des ersten Jahres zufrieden. Ich durfte mich auf über 3.000 Besucher freuen. Im Schnitt sieben bis neun pro Tag. Das mag auf den ersten Blick nach wenig klingen. Allerdings bin ich kein „Starautor“ oder selbsternannter „Literaturexperte“, sondern ein Autor, der sich spezifischen, zweifellos ungewöhnlichen Themen zuwendet, und vom Mainstream Lichtjahre entfernt ist. Ich habe also nicht den Anspruch, Millionen Klicks zu generieren.

 

Was ich jedoch durchaus möchte, ist eine Weiterentwicklung der Website, woraus dann auch mehr Besucher hervorgehen könnten. Diesbezüglich habe ich noch einiges vor. Ich bin schon gespannt, wie das Abenteuer weitergeht. Danke für Ihre Aufmerksamkeit, meine lieben Leserinnen und Leser, und bleiben Sie mir weiterhin gewogen!

 

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Ende eines Genies

Nusch musste sehr viel von Bärbeisser gehalten haben.  Hatte geheult wie ein Schlosshund. Die Anderen ergingen sich in Witzen, Anspielungen und spielten Erstaunen vor. Ein Mann war bestialisch ermordet worden, und die Welt drehte sich weiter.


Vienna Central Cemetery

With this guide to the Central Cemetery I am offering my readers on the one hand an overview over the most important departments and sights of the cemetery well worth seeing. On the other hand I am taking my readers on five defined routes passing many points of interest mostly unknown to the average tourist and occasional visitors to the cemetery.

 

Bumba, der Zirkuslöwe

Bumba ist tieftraurig. Der Dompteur schwingt die Peitsche, und der Löwe muss Männchen machen. Er springt in der Manege herum, weil er sich bedroht fühlt. Er will nicht da sein, aber er muss. Und wenn er seine Nummer nicht gut macht, bekommt er nichts zu fressen.

 

Blumfeld

K. war erleichtert. Er saß vor seinem Computerbildschirm und atmete tief durch. Dann nahm er eine CD zur Hand und sicherte den letzten Text. Er tat dies noch ein weiteres Mal auf eine externe Festplatte. Diesen Tipp hatte ihm sein Freund Bäcker gegeben.

 

Die Weihnachtsgeister des Herrn Lau

Die Heuschrecken sind mitten unter uns! Und sie sind verderbt, verlogen – verraten. Denn irgendwann geht auch mal was schief bei einer hanebüchenen Transaktion. Und wenn ein aufmerksamer Mitarbeiter die Augen aufhält und im entscheidenden Moment zugreift – dann ist die Hölle los.

                                                                © Wunderwaldverlag

 

Blumfeld, ein älterer

Arbeitsloser

Jürgen Heimlichs Figuren zeigen uns eine kafkaeske Welt voller unerfüllter Liebe und Sehnsüchte. Seine Charaktere gehen bis zum Äußersten und zerbrechen dabei an Lieblosigkeit, Unglaube, Herzlosigkeit – und an der Gesellschaft.

 

© Ruth Reuter

 

 

Die schüchterne Zeugin

 

Nie war es so ruhig in den Büros der Inspektoren gewesen. Belinda Winter versuchte, ihren unmittelbaren Vorgesetzten zu trösten, doch der winkte ab. Chefinspektor Kneiffer hätte am liebsten den Schreibtisch in Brand gesetzt, um danach für immer diesen schrecklichen Ort zu verlassen.

 

 

 

Zentralfriedhofs-Führer

 

Der Wiener Zentralfriedhof eignet sich hervorragend zum Flanieren, zum Innehalten vom Trubel des Alltags und Berufslebens. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen zweitgrößten Friedhof Europas zu entdecken. Die meisten Touristen und Friedhofsgänger beschränken sich auf die Ehrengräber, als hätte der Zentralfriedhof sonst nichts zu bieten. Aber so ist es nicht und kann es freilich nicht sein! Jeder Friedhofsbesucher kann den Zentralfriedhof auf individuelle Weise entdecken, und ich möchte mit diesem Friedhofsführer Anregungen zu individuellen Entdeckungsreisen geben.

Das diabolische Experiment

 

Nach dem selbigen Strickmuster (nonkonformistisches Weltverhältnis, erotische Genialität, typisierte Weiblichkeit) konstruierte ja übrigens Hesse seine Sozialmilieus und Handlungsträger, u.a. Goldmund und Siddharta, welche bis zuletzt in einem gewissen Sinne gesellschaftliche Außenseiter bleiben, jedenfalls hierbei typologische Übermenschen sind, was sie vom normierten Menschen trennt, hingegen sie gegenüber dem Dasein (in seiner rein ontologischen Manifestation) schlussendlich oder eigentlich immer schon versöhnlich gestimmt sind.

(© Harald Schulz)

 

Die zwei Leben des Sebastian

Lebensverdruss ist ganz gewiss keine Tugend, doch sehr wohl ein literarisches Stilmittel. Wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, möge sich dieses Buch zu Gemüte führen.

(© Harald Schulz)

 

Die Ewiggleichen

 

Bei „Die Ewiggleichen“ handelt es sich um keinen klassischen Gedichtband. Genau genommen ist überhaupt nur der Text auf dem Rückcover als Gedicht erkennbar. Ansonsten enthält das Bändchen lyrische Prosa, wobei sich der Autor weit aus dem Fenster lehnt, und behauptet, dieser Stil sei an Lord Byron angelehnt, obzwar dieser ein britischer Dichter war.